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Übergabe „Historische Wasserrohre von 1640“ ans Museum, 14.9.2017

Im September 2015 stießen Bauarbeiter in der Durlacher Marstallstraße beim Verlegen neuer Gas- und Wasserleitungen auf zwei relativ gut erhaltene hölzerne Rohre. Günter Baumann, Bauleiter der Stadtwerke Netzservice-Gesellschaft, vermutete, dass es sich dabei um alte, historisch wertvolle hölzerne Wasserleitungen handeln könnte, da er ähnliche Rohre von Abbildungen in der Chronik der Karlsruher Wasserversorgung kannte. Nach einer ersten Begutachtung durch Experten des Pfinzgaumuseums wurden die beiden Rohre ins Wasserwerk Durlacher Wald gebracht und ein dendrochronologisches Gutachten über das tatsächliche Alter der Rohre eingeholt. weiterlesen

Im September 2015 stießen Bauarbeiter in der Durlacher Marstallstraße beim Verlegen neuer Gas- und Wasserleitungen auf zwei relativ gut erhaltene hölzerne Rohre. Günter Baumann, Bauleiter der Stadtwerke Netzservice-Gesellschaft, vermutete, dass es sich dabei um alte, historisch wertvolle hölzerne Wasserleitungen handeln könnte, da er ähnliche Rohre von Abbildungen in der Chronik der Karlsruher Wasserversorgung kannte. Nach einer ersten Begutachtung durch Experten des Pfinzgaumuseums wurden die beiden Rohre ins Wasserwerk Durlacher Wald gebracht und ein dendrochronologisches Gutachten über das tatsächliche Alter der Rohre eingeholt.

„Die beiden gefundenen Leitungsstücke sind tatsächlich von großer stadthistorischer Bedeutung. Die Kiefer, aus denen die Leitungsstücke hergestellt wurden, wurde im Winter 1640/41 gefällt, also während des Dreißigjährigen Krieges“, so Dr. Ferdinand Leikam, Leiter des Pfinzgaumuseums. Verbaut wurden die Rohre vermutlich nach dem Ende des Krieges, als in Durlach eine wirtschaft­li­che und kulturelle Blütezeit begann. Da die Stadt Durlach 1689 fast vollständig zerstört wurde, existieren heute nur sehr wenige Zeugnisse aus den Jahren zuvor, in denen Durlach die Residenzstadt der Markgrafschaft Baden-Durlach war. Vergleichbar alte und zugleich vergleichbar gut erhaltene Leitungsstücke aus Durlach waren bislang nicht bekannt.  „Die Rohre sind überdies ein Beweis dafür, dass die Durlacher schon seit dem späten Mittelalter Wasser von den natürlichen Quellen am Fuß des Geigersberges mit hölzernen Rohren – so genannten Deichelrohren – in die Stadt leiteten, um sie mit fließendem Wasser zu versorgen. Sie gehören ins Pfinzgaumuseum, damit die Bevölkerung sie besichtigen kann. Daher haben wir sie dem Museum per Schenkung überlassen“, berichtet Prof. Matthias Maier, Leiter des Bereichs Trinkwasserversorgung bei den Stadtwerken Karlsruhe.

Bevor die Rohre im Museum ausgestellt werden können, mussten sie aufwändig restauriert werden, damit sie für die Nachwelt erhalten werden. Das war die Aufgabe von Lucie Selb, einer anerkannten Fachfrau für Objektrestaurierungen, die zufällig auch in Durlach arbeitet. Sie hat die Rohre inzwischen vorsichtig gereinigt und sie durch eine kontrollierte Lufttrocknung vor dem Zerfall gerettet. „Für ihr Alter sind die Leitungen in einem sehr guten Erhaltungszustand“, erläutert die Restauratorin. Die Kosten für die Restaurierung übernahmen der Freundeskreis Pfinzgaumuseum und die Stadtwerke Karlsruhe je zur Hälfte. „Mit der professionellen Restaurierung und der Übernahme der Objekte durch das Pfinzgaumuseum wird sichergestellt, dass diese wichtigen Zeugnisse der Durlacher Geschichte dauerhaft erhalten bleiben“, so Günther Malisius, Vorsitzender des Freundeskreises Pfinzgaumuseum.  


25 Jahre Historischer Verein Durlach, 4. November 2016

Am Freitag, 4. November 2016, feierte der Freundeskreis Pfinzgaumuseum – Historischer Verein Durlach e.V. sein 25-jähriges Jubiläum. Die Feier fand im Festsaal der Karlsburg statt. Drei der vier erfolgreichen Museumsleiterinnen, die es seit der Vereinsgründung gab, traten kurz auf – eine war leider verhindert. Anschließend unterhielt Gunzi Heil die Gäste mit seinem Programm am Klavier und mit seinen Handpuppen.


451 Jahre Residenzverlegung von Pforzheim nach Durlach, 17.09.2016

Im letzten Jahr 2015 wäre „450 Jahre Residenzverlegung“ zu würdigen gewesen. Gleichzeitig feierte aber Karlsruhe den 300. Geburtstag mit der Grundsteinlegung des Lust- und Jagdschlosses Carols Ruhe im Hardtwald im Jahre 1715. Daher wurde 2016 das Jubiläum der Residenzverlegung vor 451 Jahren nachgeholt. Am 17. September wurde nachgespielt, was die Bürger vor 451 Jahren bewegte und welche Folgen die Residenzverlegung der Markgrafschaft von Pforzheim nach Durlach auch für die umliegenden Orte hatte. weiterlesen

Im letzten Jahr 2015 wäre „450 Jahre Residenzverlegung“ zu würdigen gewesen. Gleichzeitig feierte aber Karlsruhe den 300. Geburtstag mit der Grundsteinlegung des Lust- und Jagdschlosses Carols Ruhe im Hardtwald im Jahre 1715. Daher wurde 2016 das Jubiläum der Residenzverlegung vor 451 Jahren nachgeholt. Am 17. September wurde nachgespielt, was die Bürger vor 451 Jahren bewegte und welche Folgen die Residenzverlegung der Markgrafschaft von Pforzheim nach Durlach auch für die umliegenden Orte hatte.

Weitere Bilder gibts auf durlacher.de.


Durlacher Kachelofen, 6.10.2015

Im Pfinzgaumseum wurde der Kachelofen, der aus den Scherben vom Saumarkt zusammengebaut wurde, eingeweiht. Der Ofen wurde 1991 bei einer Ausgrabung auf dem Durlacher Saumarkt geborgen und ging in den Besitz des Archäologischen Landesmuseums über. Von dort kam er nun als Leihgabe ins Pfinzgaumuseum, wo er professionell restauriert und im Karl-Weysser-Saal wieder aufgebaut wurde. Der Verein hat sich finanziell an der Aufstellung beteiligt. Weitere Infos im BNN-Artikel (archiviert im Internet Archive).


Barockes Schlossgartenfest, 16.06.2015

Zu sehen und zu hören waren: barocke Musik mit Fanfaren des Musikforums Durlach, Tänze der Historischen Barocktanzgruppe „Caprice“ in Originalkostümen, eine Kutsche aus der Zeit und die Ansprachen der Markgräfin Magdalena Wilhelmine (Helene Seifert), die ihren unruhigen und gelegentlich über die ehelichen Stränge schlagenden Gemahl Karl Wilhelm (Wolfgang Schön) verabschiedet, um endlich wieder geordnete Verhältnisse und Ruhe im Durlacher Schloss einkehren zu lassen. Danach gab es die Rede des Markgrafen vor der Karlsburg, der aufbricht, um den geeigneten Platz für das neue Residenzschloss im Hardtwald zu finden, wo er hofft, seinen Jagd- und sonstigen Gelüsten ungestört frönen zu können. 


Einweihung Blankenhornweg 10.05.2014

Am 10.05.2014 wurde die Verlängerung der Badischen Weinstraße durch Durlach gefeiert. Gleichzeitig wurde eine Unachtsamkeit korrigiert, als die Blankenhornstraße Anfang der 1970er Jahre des letzten Jahrhundert aus dem Karlsruher Stadtbild verschwand. Diese ehemalige Straßenverbindung zwischen Kriegs- und Baumeisterstraße erinnerte bis zum Neubau des Badischen Staatstheaters an den großen badischen Weinbaupionier Professor Adolph Blankenhorn. Blankenhorn gilt als der „Bezwinger“ der Reblaus, die in der 2. Hälfte des vorletzten Jahrhunderts verheerende Schäden in ganz Europa verursachte. Zusammen mit anderen führenden Fachmännern des deutschen Weinbaues begründete Adolph Blankenhorn 1874 den „Deutschen Weinbauverein“, dessen ersten Präsident er war. Nun findet Adolph Blankenhorn mit dem Blankenhornweg am Durlacher Turmberg einen neuen Ort der Würdigung und Erinnerung. Möglich wird dies durch die Teilung des Wolfweges, der sich in seinem unbebauten Teil südlich der „Hexenstäffele“ in herrlicher Halbhöhenlage als Panoramaweg durch das Rebgelände des Karlsruhe-Durlacher Staatsweingutes zieht.